Fassadentypen und Materialien – Teil 1

Häuser sind in erster Linie unser Zuhause und ja, das Aussehen spielt dabei eine große Rolle. Denn wenn ich jeden Tag von meinem stressigen Tag nachhause komme oder Freunde & Familie einlade, möchte ich mich schon beim Anblick meines Zuhauses wohlfühlen und da soll die Fassade eben das widerspiegeln, was mir gefällt und wer ich bin!

Da sind wir schon bei der Fassade angekommen, die natürlich nicht nur der Verschönerung dient. Die Fassaden und Außenmauern geben uns den nötigen Schutz für die Trennungen von innen zu außen und daher sollte unser Gemäuer und die Fassade intakt bleiben.

Da unsere Fassaden Jahr für Jahr höchsten Belastungen ausgesetzt sind, brauchen sie, wie unsere Haut, ihren Schutz vor Sonneneinstrahlung, Niederschlägen wie Regen, Schnee und Eis sowie vor Stürmen.
Ein richtiger Anstrich, der Putz, eine Dämmung/Gemäuer der Fassade, ist im Prinzip nichts anderes als unsere Sonnencreme, unser Regenschirm und unsere Winterjacke in einem.

Ist der Anstrich verwittert bekommt unsere Fassade einen Sonnenbrand der auf Dauer die Fassade schädig. Die Haut unserer Fassade spannt!!! es kommt zu Rissen und Putzabplatzungen. Kein Regenschirm  mehr für unser Haus. Und der Schaden reicht bis ins Innere.

Wir legen Wert darauf das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden und wissen genau, welche Systeme und Materialien gefallen können. Wir freuen uns hier einen ersten Einblick zu geben.

Putzfassaden – die häufigste Art für ein schönes Haus

Der Anstrich, wie oben schon erwähnt, ist Bestandteil einer Putzfassade und auch hier gibt es viele Unterschiede: Welche Fassadenfarbe nutzt man für welchen Putz? Aber hier geht es in erster Linie um die verschiedenen Putzarten. Zu unterscheiden sind mineralische (z.B. Zement, Silikat) und organische Putze (z. B. Kunstharz). Die gängigsten Putzarten sind dabei der Scheibenputz, Filzputz, Rillenputz in verschiedenen Körnerstärken von ganz fein bis hin zur groben Körnung. Für den Sockel gib es ebenfalls eine farbige Alternative, der Buntsteinputz. Jeder wird per Hand mit Kelle und Glättekelle aufgebracht und mit einem Reibebrett in seine eigene Struktur gerieben. Die meisten Maler haben da ihre ganz eigene Handschrift.
Die verschiedenen Putzsysteme bei Fassadensanierungen sind vielfach ausführbar im Massivbau mit Mauerwerk, auf alten Klinkerfassaden, im Fachwerk, als auch in Holzbauweise und somit auch der geeignete Mantel für eine Fassadendämmung.

Holzfassaden/Holzbauweise – Ökologisches Bauen mit moderner Architektur

Eine Holzfassaden ist eine Fassadenverkleidung mit langer Tradition, beheimatet mehr in Süddeutschland, Österreich und Holland. Hier sieht man häufiger nur „Teilverkleidungen“ aus Holz, wie Gesimse, Giebel und Dachüberstände/-balken. Da es ebenfalls den starken Witterungen ausgesetzt ist, braucht die Holzfassade sehr viel Pflege. Die Faustregel besagt, das ca. alle 4-8 Jahre das Holz behandelt werden sollte. Dafür sind Holzöle, farbige Holzlasuren und –lacke für den Außenbereich gefragt, um vor Witterungen zu schützen.

Holzbauweise statt komplett Holzverkleidungen!

Heute erlebt das Bauen in Holzbauweise, auch Holzständerweise genannt, durch ökologisches Bauen wieder einen starken Aufschwung. Anstatt Stein auf Stein zu setzten, werden die Wände komplett mit Holz gefertigt, was die Bauzeit um einiges verkürz. Auch hier spielt man wieder gerne mit dem Holzcharakter nach außen.

Ein neuer Look für ihre Fassade kann auf vielerlei Art und Weise erreicht werden. Sehr häufig ist ein frischer Anstrich, der eine verwitterte, unansehnlich gewordene Fassade wieder strahlen lässt, mehr Wert als man denkt. Eine Faustregel besagt, alle 10 Jahre sollte die Fassade einen neuen Anstrich erhalten. Und nach dieser Zeit hat man doch auch meistens Lust auf einen Farbwechsel, der sich dann auch gestalterisch mit Farbkombinationen verwirklichen lässt. Und wie anfangs schon erwähnt, immer an die Sonnencreme Ihrer Fassade denken. 😉

In unserem zweiten Teil gehen wir dann auf weitere Fassadentypen für ein schönes Zuhause ein.